Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung

(Viktor Dulger Institut) DZM e.V.
Durch Musik heilen - durch Forschung verstehen - eine gesunde Verbindung

Aktuelles zur CORONA-Situation

Die Lage in Bezug auf die SARS-CoV-2-Pandemie ist sehr dynamisch.

In Bezug auf die aktuelle CORONA-Pandemie halten wir uns in unserer Forschungsarbeit und den Institutsambulanzen an die Vorgaben der jeweils gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg (diese finden Sie hier).

Spezifische Hinweise in Bezug auf die Musiktherapie wurde von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft zusammengestellt und sind hier abrufbar.

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) zum Infektionsschutz beim Musizieren sind zum Download auf der Seite der DGfMM bereitgestellt.

 


15.07.2020 Mitgliederversammlung

Am 15.07.2020 findet um 15:00 in den Räumlichkeiten des DZM e.V. (Maaßstr. 26, 69123 Heidelberg) die turnusgemäße ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Zentrums für Musiktherapieforschung (Viktor Dulger Institut) DZM e.V. statt.

 

Alle Mitglieder des Vereins sind hierzu herzlich eingeladen.

 

Tagesordnungspunkte sind (Stand 08.06.2020):

TOP 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit und der Tagesordnung

TOP 2: Genehmigung des Protokolls vom 13. Juni 2018

TOP 3: Geschäftsbericht über die Jahre 2018 und 2019

TOP 4: Vorstellung der Jahresabschlüsse 2018 und 2019

TOP 5: Bericht des Rechnungsprüfers für die Geschäftsjahre 2018 und 2019

TOP 6: Genehmigung der Jahresabschlüsse für die Geschäftsjahre 2018 und 2019

TOP 7: Entlastung des Vorstands 2018 und 2019

TOP 8: Finanzielle und personelle Zukunft des DZM

TOP 9: Wahl und Bestellung eines Wahlleiters

TOP 10: Neuwahl des Vorstands

TOP 11: Neuwahl der Rechnungsprüfer

TOP 12: Verschiedenes

 

 


Neuerscheinung: Advances in Audiology and Hearing Science Volume 2: Otoprotection, Regeneration, and Telemedicine (Herausgeber: Stavros Hatzopoulos)

Darin Kapitel 37: "Music Therapy as Specific and Complementary Training in the Early Rehabilitation of Adult Cochlear Implant Users: Insights from the “Heidelberg Model” von Heike Argstatter und Elisabeth Hutter; DOI: 10.1201/9780429292620-4

 

Hörstörungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen. Eine Behandlungsmöglichkeit für schweren Hörverlust ist die Cochlea-Implantation. Musik hat sich in allen Kulturen auf der ganzen Welt entwickelt. Musik ist keine diskursive Form der Kommunikation und enthält keine semantische Bedeutung, ist aber viel präziser als Sprache, wenn es darum geht, Emotionen auszudrücken. Musik unterstützt das menschliche Wohlbefinden, hilft uns, die Stimmung zu regulieren und fördert den sozialen Zusammenhalt. Postlingual ertaubte erwachsene Cochlea-Implantat-Träger (CI) erreichen in der Regel ein gutes Sprachverstehen in ruhiger Umgebung, aber CI-Träger sind oft nicht in der Lage, Musik wahrzunehmen. Bei der auditorischen Segregation verlassen sich CI-Träger eher auf Lautheitssignale als auf die Tonhöhe. Diese Strategie funktioniert recht gut mit sprachlichen Merkmalen, hat aber klare Grenzen bei der Verarbeitung musikalischer Klänge, die auf feinkörnigen spektralen Veränderungen beruhen. Folglich wird die Fähigkeit, Musik wahrzunehmen, als ein Gipfel der Errungenschaften angesehen, die durch Cochlea-Implantate möglich sind. Dieses Kapitel wird die Unterschiede in der spektralen und zeitlichen Auflösung für Sprache und Musik veranschaulichen und einen Blick hinter die Kulissen der technischen und psychophysiologischen Herausforderungen und Einschränkungen bei CI-Verarbeitungsstrategien werfen. 62Die Verbesserung des Zugangs zu Rehabilitationsdiensten und augmentierten Rehabilitationsstrategien wird CI-Trägern helfen, das Beste aus ihrem Gerät herauszuholen. Die aurale Rehabilitation nach Cochlea-Implantation ist für Erwachsene nicht standardisiert. Umfassende individuelle Musikschulungen für Erwachsene in den frühen Phasen der Rehabilitation sind spärlich vorhanden. Die meisten Ansätze verwenden voraufgezeichnete oder elektronisch produzierte (MIDI-)Dateien und konzentrieren sich oft auf einzelne Musikaspekte wie Klangfarbe, Tonhöhe oder Konturen. Interaktive musikbasierte Rehabilitationsprogramme sind eine vielversprechende Innovation. Sie können die Wahrnehmung musikalischer Muster verbessern, die Hörleistung von CI-Trägern stimulieren und möglicherweise auch zu einer besseren Sprachverständlichkeit führen. Als ein Beispiel wird die Heidelberger Musiktherapie für postlingual ertaubte erwachsene CI-Träger vorgestellt. Neben der Genauigkeit ist die musikalische Beurteilung für die Heidelberger Musiktherapie von größter Bedeutung. CI-Träger nehmen während ihres ersten Rehabilitationsjahres an 5-10 individualisierten 50-minütigen Sitzungen teil. Die Behandlung ist in fünf Module unterteilt, die jeweils ein spezifisches therapeutisches Ziel verfolgen, wobei die individuellen Bedürfnisse und Probleme der CI-Träger berücksichtigt werden. Die Studienergebnisse weisen auf eine signifikante Verbesserung der Hörqualität, der musikalischen Hörleistung sowie der prosodischen Elemente in der Sprache hin. Weitere Forschungslinien werden skizziert. Die Spracherkennungsleistung ist kein Prädiktor für die Musikwahrnehmung, aber Fortschritte in der Hörfähigkeit musikalischer Elemente nach Cochlea-Implantation führen tendenziell zu einer Verbesserung der sprachlichen Eigenschaften. Musikbasierte Trainings sind nicht nur "nice to have", sondern haben tiefgreifende Auswirkungen nicht nur auf das Sprachverstehen und den stimmlichen Ausdruck, sondern auch auf die Verbesserung der Lebensqualität und des sozialen Engagements. Wir befürworten, dass mehrdimensionale, personenzentrierte, musikbasierte Trainings eine fruchtbare und weitreichende Ergänzung zu sein scheinen und zu einem Eckpfeiler der CI-Rehabilitation werden sollten.

 

DIESE VERANSTALTUNG IST ABGESAGT!!

Am Samstag, 7. März 2020, dreht sich beim "Heidelberger Tag des Hörens" alles um das Thema Hören und Kommunikation im Falle einer Höreinschränkung. Von 10 bis 16 Uhr informieren die Experten der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), des Deutschen HörZentrums Hannover (DHZ), Referenten aus ganz Deutschland sowie Betroffene im Hörsaal der Kopfklinik. Vortragsthemen sind unter anderem Nachsorgeangebote für Cochlea-Implantat(CI)-Träger, Möglichkeiten zur verhaltenstherapeutischen Tinnitus-Behandlung und die Versorgung von Schwerhörigen im fortgeschrittenen Alter zum Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit.


01. Januar 2020: Silvesterböller und Tinnitus

Jedes Jahr zu Silvester werden traditionell Raketen und Böller gezündet, oft in nächster Nähe zum Körper. Dies kann nicht nur zu Verletzungen an Händen und Gesicht, sondern auch zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Hörvermögens führen. Ein einzelner, impulsartiger Knall kann eine Lautstärke von mehr als 150 Dezibel erreichen – ähnlich wie ein in 30 m Entfernung startender Düsenjet.

Betroffene bemerken Symptome wie Klingeln, Piepsen, dumpfes Gefühl im Ohr oder es plagt ein anderer störender Dauerton, ein sogenannter Tinnitus.

Gerade bei neu aufgetretenen Ohrgeräuschen sollte rasch eine Therapie erfolgen, denn die Wahrscheinlichkeit für eine Chronifizierung der Ohrgeräusche steigt mit jedem Tag ohne Behandlung.
Leider ist die medizinische Standardtherapie oft nicht ausreichend. Hier kann die am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung entwickelte und wissenschaftlich überprüfte Neuro-Musiktherapie nach dem Heidelberger Modell helfen.
 

Informationen zur Musiktherapie bei Tinnitus finden sie hier oder in unserem aktuellen Flyer.