Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung

(Viktor Dulger Institut) DZM e.V.
Durch Musik heilen - durch Forschung verstehen - eine gesunde Verbindung

Musiktherapie bei Vorhofflimmern

Musiktherapie bei Vorhofflimmern DZM Heidelberg

Ausgangssituation

Vorhofflimmern ist die häufigste bedeutsame Herzrhythmusstörung, allein in Deutschland leiden darunter etwa eine Million Menschen. Mit zunehmendem Alter (>75 Jahre) sind bis zu zehn Prozent betroffen. Vorhofflimmern ist nicht unmittelbar lebensbedrohlich, bringt allerdings ein deutlich erhöhtes Schlaganfallrisiko mit sich. Konkret ist Vorhofflimmern gekennzeichnet durch sehr rasch aufeinander folgende, nicht geordnete Impulse vom Vorhof an die Herzkammer (tachykardes Vorhofflimmern). Dabei führen kreisende Erregungen im Vorhof dazu, dass die rhythmischen Impulse unterdrückt werden. Das Flimmern wird auf die Herzkammer geleitet, die dadurch unregelmäßig aktiviert wird. Daraus resultiert das "Herzstolpern". Typische Symptome sind Herzrasen, Atemnot und gelegentlich Brustschmerz.

Ziel des Projekts

Verbesserung der Befindlichkeit bei den Betroffenen
Vermittlung von Bewältigungsstrategien

Kooperierende Institutionen

Ergebnisse

Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass die Lebensqualität von Patienten mit Vorhofflimmern beeinträchtigt ist. Dabei liegen bei 61 % der Betroffenen auffällige Depressionswerte und bei 31 % auffällige Angstwerte vor. Weiterhin geht es Vorhofflimmerpatienten gesundheitlich signifikant schlechter als anderen Herzpatienten, beispielsweise mit einer Herzinsuffizienz oder Angina Pectoris.
Patienten, die an Vorhofflimmern leiden, geben an, dass ihr Gesundheitszustand die Arbeit, tägliche Aufgaben und soziale Aktivitäten bedeutend beeinträchtigt. Sie fühlen sich müde und sehen ihre Arbeit und sonstige tägliche Aktivitäten ebenfalls durch emotionale Probleme stark beeinträchtigt.

Die Daten des Fragebogens zur Erhebung des Gesundheitszustands wurden zusätzlich noch auf Geschlechtsunterschiede überprüft. Dabei zeigt sich, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt. Frauen bewerten dabei ihren Gesundheitszustand auf sieben der acht Skalen des Fragebogens signifikant schlechter als Männer.