Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung

(Viktor Dulger Institut) DZM e.V.
Durch Musik heilen - durch Forschung verstehen - eine gesunde Verbindung

Wie wirkt die Neuro-Musiktherapie?

Tinnitus Musik

 Tinnitus gehört zu den häufigsten Symptomen im HNO-Bereich.

Unter dem Überbegriff „Tinnitus“ (lat. tinnitus aurium = Ohrenklingeln) werden Ohrgeräusche verschiedenster Klangqualitäten (Pfeifen, Summen, Rauschen, Zirpen, etc.) unabhängig von ihrer Ursache zusammengefasst. Meistens ist die chronische Wahrnehmung dieser Phantomgeräusche nicht bzw. nicht nur auf Erkrankungen des Ohres zurückzuführen.

Bei über 90% aller Tinnitusbetroffenen geht Tinnitus einher mit anatomischen und funktionellen Veränderungen im Gehirn. An diesen neuronalen, d.h. das Gehirn betreffenden Tinnitusveränderungen kann die Neuro-Musiktherapie ansetzen. Denn sowohl das Hören von Musik als auch das „Hören“ des Tinnitus sind akustische Ereignisse, die im Gehirn von denselben Arealen verarbeitet werden.

Das neuromusiktherapeutische Behandlungskonzept basiert auf der aktiven und rezeptiven Auseinandersetzung mit der Musik, besonders von Tönen im Bereich der realen und oktavierten Tinnitusfrequenz. Ziel der Neuro-Musiktherapie, die sich aus verschiedenen aufeinander aufbauenden musik- und psychotherapeutischen Behandlungsmodulen zusammensetzt, ist, eine Reorganisation und „Normalisierung“ der Aktivität in den vom Tinnitus betroffenen Gehirnregionen.

Mehr Informationen

Tinnitus-Flyer (1,24 MB)

Informationsblatt für Patienten (116 kb)

Poster (905 kb)